History

Free Intro Lesson

Werde Teil einer lebendigen Tradition

040 - 32 45 24

Selfhtml

Ninjutsu History

Die Entstehungs-Geschischte des Ninjutsu

Der Ursprung des Ninjutsu ist sehr schwer zu definieren und von Geheimnissen umgeben. Da diese Kunst hunderte von Jahren geheim gehalten wurde und die Geschichte selbst hauptsächlich mündlich überliefert wurde, differieren die Erzählungen verschiedener Ninjutsu-Meister ebenso wie die Inhalte aus Büchern und anderen Informationsquellen.

 

Dies mag auch mit der Tatsache zusammenhängen, daß Ninjutsu nicht als genau abgegrenzte Kunst geboren wurde, sondern erst im Laufe der Jahre aus dem Zusammenspiel von Erfahrungen verschiedener Bereiche zu einer eigenständigen Kunst erwuchs.

 

Die jenigen, die man später Ninja nannte, mögen sich selbst vielleicht gar nicht so bezeichnet haben, sie waren die Vertreter einer Lebensweise, die die konventionellen Vorstellungen der Zeit nicht teilten.

 

Die Ursprünge des Begriffes Ninja gehen zurück nach China, auf japanisch ist das Wort Ninja gleichzusetzen mit „Shinobi“. Der Begriff „Ninjutsu“ enthält die Bestandteile Nin und Jutsu. „Nin“ kann übersetzt werden mit „Geduld, Standhaftigkeit, Ausdauer“ oder „Heimlichkeit, Verschleierung“.

 

Das Zeichen „Nin“ selbst enthält die beiden Kanjizeichen für Klinge und Herz. „Jutsu“ kann übersetzt werden als Methode oder Kunst. Wörtlich übersetzt heißt Ninjutsu „Die Methode von Ausdauer und Geduld“, „Die Methode der Heimlichkeit“ oder auch „Die Kunst des ausdauernden Herzens“. „Shinobi“ kann man wie folgt übersetzen: „Shi“ ist ein aktiver Mensch, „No“ bedeutet soviel wie Experte, „Bi“ heißt Information. Ein Shinobi ist also jemand, der sich mit Informationserfassung auskennt.

 

In den Zeiten der Kaiser Fukki (Fu Shi), Shinno (Sheng Nong) und Kotei (Huang Di) bis zur Regentschaft des Kaisers Ken-en Tei (Shen Wuen Tei) um das Jahr 1900 v. Chr. kannte man die Ninja unter dem Namen „Kan“. Mit diesem Wort waren besondere Agenten einer Armee gemeint. Die wörtliche Bedeutung von Kan ist Zwischenraum, oftmals der Zwischenraum zwischen zwei Wandtafeln. Wollte der Agent geheime Dinge belauschen, war dies der Ort, an dem er sich verstecken konnte.

 

Im Wort Kan steckt auch die Nuance „zwischen“, wie zwischen zwei Objekten. Dies auf Menschen übertragen bedeutet Trennung. Als Beispiel kann man Aufträge nennen, bei denen es darauf ankommt, im feindlichen Heer Zwiespalt zwischen dem Oberbefehlshaber und seiner Truppe zu säen.

 

Das Prinzip des Ninjas war die stille, aber wirksame Ausführung seiner Aufgaben im Gegensatz zu offenen, brutalen Methoden. Einfallsreichtum anstelle von Gewalt, Täuschung anstatt offenem Kampf. Der Feind wurde zum Willen des Ninjas geführt, ohne es selbst zu merken, ohne der Schande der Niederlage gewahr zu werden.

 

Aspekte des psychologischen Kampfes ermöglichten es dem Ninja, ein Maximum an Zielen mit einem Minimum der Aussetzung an Gefahren zu erreichen. Die Ninja nannten ihre Kunst die Methode des Gewinnens.

 

Ninjas gehörten nicht zur adligen Samuraiklasse, sie waren frei von den Bürden der Ehre, denen die Samurais unterlagen. Der Samurai mußte gewinnen und gleichzeitig seine Ehre verteidigen, während der Ninja sein ganzes Interesse auf den Sieg konzentrieren konnte, ohne durch gesellschaftliche Verpflichtungen belastet zu sein.

Im Verlauf der Zeit und im Gewebe der japanischen Geschichte finden wir die Ninja und ihre Handlungen immer hinter den Szenarien, sei es in der Vorbereitung oder in der Ausführung von Handlungen zur Gewährleistung ihres Überlebens. Ninjutsu wurde zu einer ausgefeilten Kunst mit einzigartigen Methoden, Motivationen und Ideen.

Es bildeten sich die Iga und Koga Traditionen/Ryus, eingebettet in einer Bergkette gleichnamiger Provinzen. Aus ihnen entwickelten sich viele andere Ninja-Schulen, die oft auch in gegenseitiger Konkurrenz standen. Die Erkenntnisse über die Anzahl der Traditionen sind unterschiedlich; die meisten Quellen lassen jedoch annehmen, daß es im Verlauf der Geschichte insgesamt 73 Ninjutsu-Schulen gegeben hat. Diese verschiedenen Traditionen verteilten sich in ganz Japan. Die Iga und die Koga Ryus waren die ältesten und etabliertesten.

 

Viele andere sind in Vergessenheit geraten oder die Schriftrollen, die jemanden als Oberhaupt einer Ryu ausgewiesen haben, wurden vernichtet, wenn kein geeigneter Nachfolger zu finden war.

 

Einige wurden mit der Zeit innerhalb einer Schule zusammengefaßt. Überlebt haben schließlich nur neun Ryu. Davon sind nur drei typische Ninja-Ryu, während die anderen sechs eigentlich Samurai-Schulen sind. Später sind diese neun Schulen unter dem Namen der ältesten Schule, der Togakure Ryu bekannt gewesen.

 

Das Ende der Edo-Periode, also der Anfang der Meiji Regierung war gleichzeitig auch das Ende des Samurai-Systems in Japan, denn ab diesem Zeitpunkt war es verboten, öffentlich Schwerter zu tragen. Japan erfuhr eine Verwestlichung. Gleichzeitig verschwanden viele der alten Kampfkünste oder wurden in Sport umgewandelt.

 

Die Regierung brauchte jedoch noch die Dienste und das Wissen des Ninpo, hauptsächlich zu Spionagezwecken, aber auch für andere Sicherheitsmissionen, wie es heute auch in jedem modernen Land Spezialeinheiten für solche Zwecke gibt. Auch ohne direkten Einfluß von Ninpo wird das Wissen noch heute praktiziert und eingesetzt.

 

Zu dieser Zeit, die große kulturelle und soziale Veränderungen für Japan bedeutete, gab es nur zwei Großmeister, die die Lehren des Ninjutsu am Leben erhielten. Der eine war Toda Shinryuken Masamitsu und der andere Ishitani Matsutaro. Toda Sensei, der 32. Großmeister des Togakure Ryu Ninpo, besaß eine Kampfkunstschule in Kobe, er hatte den Rang eines Samurai und war der Grossvater von Takamatsu Toshitsugu. Ishitani Sensei stammte aus der 7. Generation der lga-Hattori-Ninja-Familie.

 

Sie beide überlieferten ihr Wissen an Takamatsu Toshitsugu und machten ihn zum 33. Großmeister des Ninpo (übergeordneter Begriff für Ninjutsu). Sie machten aus ihm den letzten wahren Ninja „unserer Zeit“, der diese Tradition in die moderne Welt überliefern würde.

 

Takamatsu Sensei verbrachte viele Jahre seines Lebens in China, wo er als Body Guard am chinesischen Hof seinen Unterhalt verdiente.

 

Er unterrichtete viele Schüler in China und Japan nicht nur die Kunst des Ninpo, sondern auch andere Künste, wie chinesisches Boxen u.a. Auch hatte er viele Missionen im Auftrag des Kaisers zu erfüllen, um subversive Bewegungen im Land aufzuspüren.

 

Nach langen und gefährlichen Dienstjahren und vielen Auseinandersetzungen mit unterschiedlichen Gegnern, darunter 12 mit tödlichem Ausgang, kehrte er schließlich 1912 nach Japan zurück und unterhielt dort ein Teehaus und ein Hotel in Kashiwara/Nara. Dort eröffnete er auch eine Kampfkunstschule.

 

Hier wurde Dr. Masaaki Hatsumi sein Schüler. Als Takamatsu Sensei 1972 im Alter von 85 Jahren verstarb, war Hatsumi bereits von ihm zu seinem Nachfolger – zum Bewahrer der Tradition der neun Schulen – bestimmt worden. Hatsumi faßte die Essenz der neun Ryu in einem System zusammen und nannte es Bujinkan.

 

Von diesem Zeitpunkt an verbreitete er die Gedanken und Techniken des Ninjutsu über die ganze Welt. Er unterrichtete erstmals auch Schüler aus westlichen Kulturen, u.a. Doron Navon aus Israel, Stephen Hayes aus den U.S.A und Bo Munthe aus Schweden. Doron Navon und Steven Hayes brachten das Ninjutsu nach Israel und in die USA. Die von Doron Navon ausgebildeten Schüler Moshe Kastiel und Ilan Gategno brachten Ninjutsu nach Deutschland und England. Die Schüler von Steven Hayes verbreiteten es in den USA.

 

Es existieren inzwischen viele Organisationen, wobei einige mehr, andere weniger an Bekanntheit erlangt haben. Die bekannteste ist noch immer das Bujinkan unter der Führung von Großmeister Dr. Masaaki Hatsumi, aber auch das Genbukan von Großmeister Shoto Tanemura und das Jissen Kobudo Jinenkan unter der Leitung von Sensei Fumio Manaka haben inzwischen einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht.

 

Andere bekannte Organisationen waren z.B. Shadows of Iga unter Shidoshi Stephen K. Hayes (mittlerweile umbenannt in „To-Shin Do“ im Rahmen des Quest-Centers) oder Abspaltungen vom Bujinkan wie das BBD um Brian Mc Carthy. Dank der Öffentlichkeitsarbeit dieser Meister hat das Ninjutsu eine weite Verbreitung erhalten und heute haben Kampfkunstbegeisterte auf der ganzen Welt die Möglichkeit, diese vollkommene Kriegskunst zu erlernen.

 

Mitte der 80’er Jahre wurde Ninjutsu in Deutschland modern und es entwickelte sich ein regelrechter Boom um das Thema Ninjutsu. Langsam gewann Ninjutsu in verschiedenen Städten in Deutschland an Struktur. Heute erfreut sich die Kampfkunst immer größerer Beliebtheit, da mehr und mehr offizielle Trainer, die direkt in Kontakt mit Dr. Hatsumi stehen, Ninjutsu unterrichten. Das heißt, auch im heutigen Ninjutsu kann man auf neun authentische Schulen zurückgreifen, die aus der Vergangenheit überlebt haben.

 

Oft wird der Ninja als der perfekte Spion und Body Guard beschrieben, als jemand, der verschwinden konnte, der unsichtbar war, oder der eine illusionsartige Vorstellung seiner selbst geben konnte. Er konnte seine Gegner verwirren und überlisten, dazu verwendete er mysteriöse Techniken, hatte übermenschliche Fähigkeiten, die ihn jede Aufgabe erfolgreich ausführen ließen.

 

Sogar wenn diese Legenden, die auf übertriebenen Phantasien beruhen, heute zum billigen Amusement verwendet werden, so beruhen sie doch auf wahren Tatsachen. Manche der Legenden fanden tatsächlich statt, denn der Ninja kämpfte mit Psychologie, Intuition und Hypnose. Er stärkte seine Willenskraft und seine Selbstbeherrschung, sein Bewußtsein und seine Vorhersehkraft, sein Sehen ohne Verwendung der Augen und Psychochinese.

 

Bis zum heutigen Tage wird dieses überaus reiche und praktische Wissen aus alten Zeiten nicht nur in Japan in der Ausbildung und Praxis im Sicherheitsbereich und in der Spionage angewendet.